Warum der Kaufpreis täuscht: Die wahren Druckkosten
Ein Tintenstrahldrucker für 59 € klingt nach einem Schnäppchen. Doch was viele Käufer erst später merken: Der Hersteller verdient nicht am Drucker, sondern an den Patronen. Dieses als Rasierklingenprinzip bekannte Geschäftsmodell sorgt dafür, dass ein Günstigdrucker langfristig teurer sein kann als ein Gerät für das Dreifache.
Typischere Beispiel: Drucker A kostet 59 €, hat Patronen für 150 Seiten S/W zum Preis von 9 € – das sind 6 Cent/Seite. Drucker B (EcoTank) kostet 149 €, hat Tintenflasche für 6.000 Seiten zum Preis von 8 € – das sind 0,13 Cent/Seite. Wer monatlich 200 Seiten druckt, amortisiert den Aufpreis in unter 5 Monaten.
Die drei Druckertypen im Kostenvergleich
Tintenstrahl mit Patronen
Klassische Tintenstrahldrucker (z. B. Canon PIXMA, HP DeskJet) haben den niedrigsten Einstiegspreis, aber die höchsten laufenden Kosten. Typisch: 3–8 Cent/S/W, 10–20 Cent Farbe. Geeignet für sehr geringes Druckvolumen (unter 50 Seiten/Monat).
EcoTank / InkTank-Systeme
Systeme wie Epson EcoTank oder Canon MegaTank verwenden Tintentanks statt Patronen. Anschaffungskosten höher (150–300 €), aber laufende Kosten extrem niedrig: 0,1–0,8 Cent/Seite S/W. Ideal für mittleres Volumen (50–500 Seiten/Monat).
Laserdrucker
Laserdrucker überzeugen durch Schnelligkeit (20–40 S/min) und gleichmäßige Druckqualität. Kosten S/W: 1–3 Cent/Seite, Farblaser: 5–15 Cent. Ideal für hohes S/W-Volumen (über 200 Seiten/Monat) oder Burog mit klaren Textdokumenten.
Tipps zum Druckkosten-Sparen
- Doppelseitiger Druck (Duplex): Halbiert den Papierbedarf sofort.
- Entwurfsmodus für interne Dokumente: Spart 20–40 % Tinte.
- XL-Patronen: Kosten proportional weniger als Standardpatronen.
- Kompatible Patronen: Bis zu 70 % günstiger bei gleichwertiger Qualität.
- Drucker warm halten: Inkonsistenter Betrieb (einschalten, drucken, ausschalten) verbraucht mehr Tinte für Reinigungszyklen.